Blogbeitrag 2 Lorenz Luther

 Meinen stärksten Lernmoment hatte ich im Mehrparteien-Rollenspiel über die Gruppennoten. Dort spielte ich die Rolle eines Gruppenmitglieds und konnte miterleben, wie schnell eine solche Diskussion emotional werden und aus dem Ruder laufen kann. Besonders spannend war für mich zu beobachten, wie unterschiedlich die einzelnen Personen die Situation wahrgenommen haben und wie schnell Missverständnisse entstehen können.

Mein "Aha-Moment" war dabei die enorm wichtige Rolle der Mediatorin bzw. des Mediators. Mir wurde bewusst, dass bereits kleine Spannungen oder unausgesprochene Frustrationen grosse Auswirkungen auf die ganze Gruppendynamik haben können. Wenn solche Reibungen früh erkannt und angesprochen werden, kann ein wichtiger Beitrag zu einem lösungsorientierten und konstruktiven Umfeld geschaffen werden. Ich nehme aus dieser Übung mit, dass Konflikte oft weniger eskalieren, wenn sich alle Beteiligten gehört und verstanden fühlen.

Ein Skill, den ich in den letzten Übungen sichtbar verbessert habe, ist das Paraphrasieren und Zusammenfassen. Durch die bewusste Anwendung dieser Techniken konnte ich viel dazulernen. Ich habe beispielsweise versucht, Aussagen anderer Personen zuerst in eigenen Worten zusammenzufassen, bevor ich meine eigene Meinung eingebracht habe. Dadurch entstanden weniger Missverständnisse und die Diskussion blieb strukturierter.

Ausserdem habe ich gemerkt, dass sich Personen oft ernster genommen fühlen, wenn ihre Aussagen nochmals zusammengefasst werden. Anfangs war es ungewohnt, nicht direkt zu reagieren oder zu argumentieren. Mit der Zeit hat mir diese Technik jedoch geholfen, ruhiger zuzuhören und Gespräche bewusster zu führen.

Nächstes Mal möchte ich noch gezielter darauf achten, Spannungen früh wahrzunehmen und anzusprechen, bevor Diskussionen emotional werden. Ausserdem möchte ich weiter üben, in schwierigen Gesprächen zuerst zu paraphrasieren, bevor ich meine eigene Sichtweise einbringe.

Kommentare

  1. Lieber Lorenz

    Ich finde, dein Beitrag zeigt sehr gut, wie wichtig Paraphrasieren und Zusammenfassen in Diskussionen sein können. Besonders spannend fand ich, dass du beschrieben hast, wie dadurch weniger Missverständnisse entstanden sind und sich andere Personen ernster genommen gefühlt haben. Auch dein Punkt, Spannungen früh wahrzunehmen, fand ich sehr interessant, da genau kleine Konflikte oft grosse Auswirkungen auf die Gruppendynamik haben können.

    Woran würdest du merken, dass eine Spannung noch konstruktiv ist und ab welchem Punkt du sie bewusst ansprechen würdest?

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  2. Hoi Lorenz
    Ich fand spannend, dass du beschrieben hast, wie stark sich die Gruppendynamik verändern kann, wenn sich Personen nicht gehört fühlen. Dein Beispiel mit dem Paraphrasieren zeigt gut, dass schon kleine Veränderungen in der Kommunikation helfen können, Diskussionen ruhiger und strukturierter zu halten.

    Interessant fände ich noch, ob du das bewusste Zusammenfassen auch in alltäglichen Diskussionen ausserhalb des Unterrichts anwenden würdest oder ob es dir dort schwieriger fallen würde.

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  3. Lieber Lorenz
    Vielen Dank für Deine Gedanken! Es freut mich natürlich immer sehr, wenn Inhalte aus dem Unterricht auch angewendet werden und als nützlich empfunden werden. So schön - vielen Dank!
    Das gute beim Paraphrasieren ist ja auch, dass man oft gleich ein Feedback bekommt und einem das Gegenüber bestätigen kann, dass man das richtig verstanden hat.
    Und - schön, wenn Du im zweiten Teil Deine Position/Sicht möglichst als Ich-Botschaft einbringen kannst. Das kann Diskussionen noch weiter 'entladen' und bietet weniger Gegenwehr. Und auch das ist sicher zu Beginn immer wieder ungewohnt und komisch.
    Liebe Grüsse, Petra

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