Blogauftrag 3 - Veloweg: Reflexion Rollenspiel
Ein wichtiges „Aha-Erlebnis“ hatte ich während der Mediation rund um den geplanten Veloweg nach Hasental. Besonders spannend fand ich, wie hilfreich die Visualisierung der Situation war. Die Mediatorin hat eine Skizze des Velowegs gezeichnet und dabei die verschiedenen Problemstellen sowie mögliche Lösungen mit unterschiedlichen Farben dargestellt. Dadurch wurde die Diskussion sofort sachlicher und strukturierter. Ich hatte das Gefühl, dass sich beide Parteien, sowohl die Stadtverwaltung als auch die Vertretung von Hasental, dadurch besser verstanden fühlten und weniger in einen direkten Konflikt geraten sind.
Obwohl ich nicht selbst die Rolle der Mediatorin hatte, fand ich besonders das Nachfragen, Zusammenfassen und Reflektieren der Aussagen sehr hilfreich. Die Mediatorin stellte ruhige und reflektierende Fragen, wodurch nicht sofort diskutiert oder angegriffen wurde. Dadurch entstand eher das Gefühl, dass die Anliegen beider Seiten ernst genommen werden. Für mich zeigte das, wie wichtig aktives Zuhören und eine gute Struktur in Konfliktgesprächen sind.
Eine Konfliktsituation entstand beim Thema Beleuchtung des Velowegs. Die Vertretung von Hasental wollte mehr Licht, damit sich die Menschen nachts sicherer fühlen. Die Stadtverwaltung war dagegen, da dadurch neue Konflikte mit Naturschutzorganisationen entstehen könnten. Wenn ich eine solche Mediation vorbereiten müsste, würde ich mich zuerst gut über die Interessen beider Seiten informieren. Ausserdem würde ich überlegen, welche gemeinsamen Ziele es gibt, zum Beispiel Sicherheit und gleichzeitig Schutz der Natur. Ich würde ebenfalls Hilfsmittel wie Skizzen oder Karten vorbereiten, damit die Situation für alle verständlicher wird.
Liebe Tatjana, ich finde es spannend, dass das Skizzieren die Diskussion auch für Dich viel sachlicher und strukturierter gemacht hat. Ich (als Gegenpartei) habe das auch so wahrgenommen. Das zeigt gut, wie hilfreich die Visualisierung einer Situation sein kann. Als Mediatorin zu hören, dass Du das Nachfragen und Zusammenfassen der verschiedenen Aussagen als hilfreich empfunden hast, dass es dazu beigetragen hat, Dich ernstgenommen zu fühlen, zeigt, wie erfolgreich diese «Hilfsmittel» wirken können. Liebe Grüsse Melanie
AntwortenLöschenHoi Tatjana
AntwortenLöschenIch fand deinen Beitrag interessant, weil du nicht nur den Konflikt selbst beschrieben hast, sondern auch gezeigt hast, wie stark die Art der Gesprächsführung die Stimmung beeinflussen kann. Besonders das ruhige Nachfragen und Strukturieren scheint in eurem Rollenspiel viel dazu beigetragen zu haben, dass die Diskussion konstruktiv blieb.
Spannend fand ich auch den Punkt mit der Visualisierung. Gerade bei komplexeren Situationen kann eine Skizze wahrscheinlich helfen, dass weniger aneinander vorbeigeredet wird und gemeinsame Lösungen sichtbarer werden.
Vielleicht könnten solche Hilfsmittel auch in alltäglichen Konflikten hilfreich sein und nicht nur in formellen Mediationssituationen.
Liebe Tatjana
AntwortenLöschenIch finde es super, dass dir der Einsatz von Visualisierungen so stark aufgefallen ist! Vor allem finde ich es interessant, dass die Skizze geholfen hat, das Gespräch sachlicher und strukturierter zu machen. Auch deine Beschreibung der ruhigen Fragen und des Zusammenfassens macht deutlich, wie wichtig aktives Zuhören in einer Mediation sein kann. Beim Beispiel zur Beleuchtung des Velowegs wird zudem sichtbar, dass Konflikte oft mehrere wichtige Interessen gleichzeitig betreffen, das ist genau die Herausforderung. Viel Spass beim langen Rollenspiel nächste Woche! Liebe Grüsse, Rahel
Liebe Tatjana
AntwortenLöschenSpannend zu hören, wie es sich für dich angefühlt hat und was die Zusammenfassungen, sowie die Visualisierung angefühlt hat. Zudem auch schön zu hören, dass du diese Methoden auch anwenden würdest.
Deine Überlegungen zur Vorbereitung finde ich sehr sinnvoll für eine Mediation und wirken sicher auch für die involvierten Parteien seriös und angenehm für eine anstehende Mediation.
Liebe Grüsse
Mirella