Blog 3 - Reflexion Rollenspiel Veloweg

Mein grösstes Aha-Erlebnis im Rollenspiel war, dass ich mich während der Diskussion teilweise etwas verloren habe und dadurch zeitweise den Überblick verloren habe. Ich habe gemerkt, dass es sehr hilfreich ist, sich stärker an den einzelnen Phasen der Mediation zu orientieren. Wenn man strukturiert vorgeht und nicht zu schnell Lösungen sucht, läuft das Gespräch ruhiger und zielführender ab. Das hat mir gezeigt, wie wichtig der Ablauf und die Struktur einer Mediation eigentlich sind.

Ich finde, dass ich in der Rolle des Mediators im Vergleich zu früheren Rollenspielen bereits deutlich ruhiger geworden bin und Gespräche besser leiten kann. Mir gelang es gut, die Diskussion nicht eskalieren zu lassen und beiden Seiten Raum zu geben, ihre Sichtweise zu erklären. Zudem habe ich versucht, aufmerksam zuzuhören und nicht sofort selber Lösungen vorzuschlagen. Besonders schwierig fand ich, gleichzeitig auf die Gesprächsführung, die Emotionen der Beteiligten und den Ablauf der Mediation zu achten. Teilweise merkte ich, dass ich dadurch etwas den Fokus verlor. Gleichzeitig habe ich aber gemerkt, dass Ruhe und aktives Zuhören oft bereits helfen können, die Situation wieder etwas zu entspannen. Für zukünftige Konfliktgespräche würde ich mich noch stärker vorbereiten, insbesondere bezüglich Ablauf, Gesprächsstruktur und möglicher schwieriger Situationen.

Eine Konfliktsituation, die ich erlebt habe, war ein Streit in einer Gruppe wegen unklar verteilter Aufgaben. Wenn ich dazu eine Mediation vorbereiten müsste, würde ich zuerst versuchen, die Interessen und Erwartungen der beiden Seiten besser zu verstehen. Meine eigenen Interessen wären wahrscheinlich eine faire und ruhige Lösung sowie eine funktionierende Zusammenarbeit. Die andere Partei möchte vermutlich ebenfalls ernst genommen werden und ihre Sicht erklären können.

Kommentare

  1. Lieber Tim, vielen Dank auch für diesen letzten Blog! Ich verstehe, dass es gar nicht einfach ist, den Überblick zu halten, ruhig zu bleiben und doch hilfreiche Fragen zu stellen und dabei auch noch neutral etc. zu sein. Schön, wenn Dir schon so Vieles davon gelungen ist und beiden Seiten Raum geben konntest.
    Ich kann mir den von Dir beschriebenen Konflikt gut vorstellen...vielleicht kann man so einen Konflikt in Zukunft mit einer 'vorausschauenden Ich-Botschaft' vermeiden und klar anmelden, dass man unsicher sei, ob alle Aufgaben klar verteilt seien und man einen möglichen Konflikt dazu vermeiden möchte. Einfach, wenn es immer mal wieder zu solchen Konflikten kommt.
    Liebe Grüsse, Petra

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  2. Lieber Tim, ich fand deinen Beitrag sehr reflektiert und ehrlich geschrieben. Besonders spannend fand ich, dass du beschrieben hast, wie schnell man während einer Mediation den Überblick verlieren kann und wie wichtig deshalb eine klare Struktur ist. Dadurch konnte ich deine Gedanken gut nachvollziehen. Auch dein Umgang mit aktivem Zuhören und dem bewussten Zurückhalten eigener Lösungsvorschläge zeigt, dass du dir viele Gedanken über die Rolle des Mediators gemacht hast. Insgesamt merkt man in deinem Text gut, wie sehr du dich mit dem Ablauf und der Dynamik einer Mediation auseinandergesetzt hast.

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