Blog 2 Umweltmediation: Lernmomente aus dem Rollenspiel

Mein stärkster Lernmoment war im Rollenspiel in der Rolle von Thomas. Während der Diskussion habe ich gemerkt, dass eine Lösung eigentlich nur möglich ist, wenn beide Seiten bereit sind, von ihrem ursprünglichen Standpunkt etwas abzurücken. Am Anfang wollte ich vor allem meine eigene Position verteidigen. Mit der Zeit wurde aber klar, dass die Diskussion sonst einfach blockiert bleibt. Mein Aha-Moment war deshalb, dass es in Verhandlungen oft nicht darum geht, komplett Recht zu haben, sondern einen Kompromiss zu finden, mit dem beide Seiten leben können. Das nehme ich aus der Übung mit.

Ein Skill, den ich verbessert habe, ist das aktive Zuhören. Ich habe bewusst versucht, andere Personen zuerst ausreden zu lassen, bevor ich selber reagiere. Zudem habe ich darauf geachtet, nicht sofort zu widersprechen, auch wenn ich anderer Meinung war. Teilweise habe ich bewusst kurz gewartet, bevor ich etwas antworte, damit die Diskussion nicht noch emotionaler wird. Das war für mich nicht immer einfach, weil ich oft schnell meine eigene Meinung einbringen möchte. Geholfen hat mir, mich bewusst auf die Diskussion und die Sichtweisen der anderen Personen zu konzentrieren.

Beim nächsten Mal möchte ich noch stärker darauf achten, ruhig zu bleiben und nicht zu schnell auf meiner eigenen Position zu beharren. Ausserdem möchte ich gezielt üben, besser auf die Sichtweise der anderen Personen einzugehen, bevor ich selber Argumente einbringe.

Kommentare

  1. Lieber Tim

    Ich finde, dein Beispiel zeigt sehr klar, wie du versucht hast, aktives Zuhören bewusst anzuwenden. Besonders spannend fand ich, dass du teilweise kurz gewartet hast, bevor du reagierst, damit die Diskussion nicht noch emotionaler wird. Dadurch merkt man gut, dass du versucht hast, die Sichtweisen der anderen besser zu verstehen und nicht nur die eigene Position zu vertreten. Auch dein Aha-Moment zum Thema Kompromisse fand ich sehr nachvollziehbar.
    Was möchtest du beim nächsten Rollenspiel oder in Diskussionen noch gezielter üben?

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  2. Lieber Tim, vielen Dank für diese offenen Worte. Ich kann Dir gut nachfühlen....es braucht immer wieder eine bewusste Entscheidung, einmal Durchatmen oder so, um wirklich gut zuzuhören! Schön, dass Du da dran bleibst.
    Nicht ganz einverstanden bin ich zu Deiner Aussage mit den Kompromissen. Bei den Positionen kann und muss man wohl abweichen, von den Bedürfnissen aber eigentlich nicht. So sollte eine gute Mediation nicht zu einem Kompromiss, sondern zu einer win-win Situation führen, mit der alle leben können. Somit sollte man im Noten-Rollenspiel eine Lösung finden, die allen fair scheint, und doch der Person, die das braucht für den Master, die 5 ermöglicht....und in vergangenen Jahren ist das immer wieder gelungen. Die Position geht, wenn die Interessen der anderen Personen nachvollziehbar sind, dann immer mehr vergessen. Vielleicht siehst Du das im nächsten Rollenspiel, wenn wir die ganze Mediation machen.
    liebe Grüsse, Petra

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